Einwohner
Zur Gemeinde Waibling gehörten früher noch die Ortschaften Harburg (ab 1946) Peigen und Parnkofen.
Das Dorf Waibling bestand 1752 aus 23 Anwesen.
Die Ortschaften Waibling, Parnkofen und Peigen zusammen haben aktuell (Stand: 01.01.2022) 494 EinwohnerInnen.
In Waibling wohnen 121 dieser BürgerInnen, in Peigen 166 und in Parnkofen 207.
Erste urkundliche Erwähnung
In einer Traditionsnotiz des Regensburger Klosters St. Emmeram zwischen 889 und 891 wurden Güter getauscht.
In dieser wurde der Ort „Weipilo“ erwähnt.
Im 12. Jahrhundert erscheint als Grundherrschaft das Kloster Oberaltaich unter dem Namen „Wabelingen“.
Später, im 14. Jahrhundert, war die Ortschaft bereits unter dem heutigen Namen Waibling zu finden, zu dieser Zeit befand es sich im Herrschaftsbezirk der Grafen von Leonsberg.

Besonderheiten
Goldmedaillendorf
Im Jahre 1961 gewann das Dorf Waibling im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ eine Goldmedaille.
Schirmherr dieses Wettbewerbs war Bundespräsidenten Dr. Heinrich Lübke.
Ziel war es, dass sich eine Dorfgemeinschaft zusammenschließt und mit vereinten Kräften, ohne finanzielle Unterstützung der Gemeinden, dafür sorgt, einen schönen ländlichen Lebensraum zu schaffen, in dem die „Landflucht“ einer Vertreibung aus dem Paradies gleichkäme.
Unter den 1.863 teilnehmenden Gemeinden, davon alleine 805 aus Bayern, tat sich Waibling so hervor, dass dem Dorf eine der Goldmedaillen verliehen wurde.
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Schmiede
Otto Sußbauer senior wurde 1922 als eines von acht Kindern einer Bauernfamilie in Waibling geboren.
Der ehemalige Soldat eröffnete am 02.02.1950 in der neu erbauten Schmiede in Waibling seinen Handwerksbetrieb.
1982 übernahm sein Sohn den Betrieb, Otto arbeitete aber weiter fleißig im Betrieb mit.
Walderlebnispfad Parnkofen
Der einen Kilometer lange Rundweg durch den Wald der VR-Bank Landau wurde am 20. September 2012 von Staatsminister Helmut Brunner eröffnet. Die Besucher erfahren, wie sich der Wald durch Stürme und Borkenkäfer verändert und wie eine neue Waldgeneration mit mehr als 20 Baumarten heranwächst.
Gasthaus Limbrunner
Das Gebäude mitten in Waibling wurde 1924 von Josef und Anna Spielbauer erbaut, seit 1955 ist es im Besitz der Familie Limbrunner.
Das Gasthaus verfügt über einen Saal, Gastzimmer und Nebenzimmer für Veranstaltungen aller Art.
Zum Ausschank kommen seit 1970 die Biere der Brauerei Krieger aus Landau a.d. Isar.
Historisch bedeutsame Gebäude
Schule Parnkofen
Die 1927 neu erbaute Schule in Parnkofen hatte einen Schulsaal und in diesem mussten in den Jahren 1946, 47, 48 bis zu 109 Kinder unterrichtet werden.
Im Jahre 1948 musste deshalb ein 2. Schulsaal aufgestockt werden.
Im folgenden Jahr wurde östlich angrenzend der neue Friedhof errichtet.
Im Zuge der Gebietsreform und der Eingliederung in die Gemeinde Pilsting wurde 1979 der Schulbetrieb in Parnkofen eingestellt.
Lehrer-Haus und Pfarrer Haus Parnkofen
In diesem Gebäude in lebten zur damaligen Zeit, als es noch eine Schule in Parnkofen gab, die Lehrer.
Dieses Haus, direkt gegenüber der Kirche St. Ottilie, war früher die Unterkunft der Parnkofener Pfarrer.
Gefrierhaus Waibling
Ganz zentral, auf der Verkehrsinsel zwischen Herdweg und Weinbergstraße stand bis Juli 1999 das Waiblinger Gefrierhäusl, das auch die dorfeigene Viehwiege umfasste.
Ursprünglich befand sich dort das „Hierterhaus“, auf den der Dorfhirte wohnte.
Das Gefrierhäuschen umfasste 18 Gefriertruhen, einen Vorkühlraum und eine Viehwaage, das ganze Dorf nutzte dieses Häuschen.
Mit der Zeit veraltete die Technik und 1998 wurde der Abbruch beschlossen, welcher dann am 03.07.1999 erfolgte.
Landjugendheim Parnkofen (ehemaliges Gefrierhaus)
Als die Landjugend Parnkofen in den 1980er Jahren nach einem neuen Heim suchte fiel die Wahl auf das, in den 50er Jahren erbaute Gefrierhaus, welches zu diesem Zeitpunkt leer stand.
Zusammen mit dem Haus- und Grundbesitzerverein wurde das Gebäude zu einem Jugendheim umgebaut und ist seitdem als solches in Betrieb.
Historische Eckdaten
Im 12. Jahrhundert befand sich Waibling (damals noch „Wabelingen“) in der Grundherrschaft des Klosters Oberalteich, im 14. Jahrhundert dann war es im Besitz der Grafen von Leonsberg.
Später bildete Waibling eine Obmannschaft im 1669 benannten Amt Pilsting des Landgerichtes Teisbach.
Die zu Beginn des 19. Jahrhunderts etablierte Gemeinde Waibling war eine ländliche Gemeinde mit überwiegend landwirtschaftlichen Betrieben. Sie wurde 1946 um die aufgelöste Gemeinde Harburg vergrößert und umfasste beinahe die ganze jetzige Gemarkung Pilsting. Im Zuge der Gebietsreform wurde die Gemeinde Waibling am 1. Januar 1972 in die neue Großgemeinde Pilsting integriert.

Persönlichkeiten:
Bürgermeister Josef Dinzinger (1891-1948)
Ehrenbürger und Monsignore Jakob Bauer (1894-1996)
Ehrenbürger und Bürgermeister Adolf Kellner (1910-1978)
Ehrenbürger und Altbürgermeister Bernhard Maier (1919-2007)
Pfarrer i.R. Hermann Blümel (1931-2012)
Pfarrer i.R. Simon Karlic (1945-2019)
Altbürgermeister Josef Hopfensperger (geboren 1953)

Kirchen
Kirche Hl. Stephanus
Die Kirche von Waibling, dem hl. Stephan geweiht, ist eine kleine Barockanlage, die um 1720 erbaut wurde. Auch hier ist der Turm in seinem Unterbau noch ein Werk aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Der Turmeingang ist spitzbogig, aber schon der achtseitige Aufbau ist barock und der Spitzhelm ist modern. Das Langhaus ist flachgedeckt. Der Hochaltar und die Rosenkranzmadonna stammen aus dem 17. Jahrhundert, dagegen ist die Marienstatue mit Kind im Chor ein Werk, das schon um 1400 entstanden ist.
Kirche St. Ottilie
Direkt an der Kirche St. Ottilie befand sich früher eine Klause, diese wurde 1719 für einen Einsiedler angebaut, später erweitert und als Schule und Lehrerwohnung verwendet.
Bis dann am 25. Juli 1927 der Kirchturm einstürzte und damit das längst baufällig gewordene alte Schulhaus zu einer Ruine machte.
Der heutige Kirchturm wurde daraufhin 1929 an der Nordostseite der Kirche gebaut.
Legenden
Isarwein
Wie der uralte Flurname „Weinberg“ bei Waibling verrät, wurde hier vor Jahrhunderten auch Wein angebaut. Da aber der Isarwein sauer war, ist der Weinbau in diesem Gebiet zum Erliegen gekommen.
Davon wissen nun die alten Leute nachstehende Sage zu erzählen. Da kehrten einmal zwei Landauer Bürger beim Wirt in Waibling ein und ließen sich vom Isarwein auftragen. Als sie tranken, verzogen sie ihr Gesicht und meinten: „Schnell, wir müssen aufbrechen! Denn der Waiblinger Isarwein muss nach dem Trinken gerüttelt werden, sonst beißt der Wein den Magen durch!“
In der anderen Ecke saßen noch zwei Männer, zwei arme Wandersleute. Das waren aber der Herr Jesus und Sankt Peter, die einmal über die Erde gingen, um nach dem Rechten zu sehen. Sie wollten auch von dem Wein kosten. Als der Herr den Waiblinger Tropfen probierte, musste er an den Essig denken, den man ihm einstmals mit dem Schwamm gereicht hatte. Auch Petrus trank, und er leerte ein Krüglein auf einen Zug. Der Trunk war aber so sauer, dass es ihm die Tränen in die Augen trieb.
Nachher gingen die beiden über die Höhen der Isar hin und sahen überall die Weinberge. Da gedachte der Herr, den Isartalern zu helfen. Darum sandte er im nächsten Frühjahr einen Engel in die liebe Isartalheimat. Dieser flog auf der einen Isarseite hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter. Und über jedem Weinberg warf er ein Getreidekörnlein aus. In einigen Jahren wuchsen so viele Ähren, dass sie kein Bauer mehr übersehen konnte. Seit dem bauten die Bauern Getreide und nicht mehr den sauren Isarwein an.
Vereine
Die Ortsteile Wabling, Parnkofen und Peigen umfassen aktuell 9 Vereine:
- Bayer. Bauernverband Waibling
- BJB Waibling
- Freiwillige Feuerwehr Waibling-Parnkofen e.V.
- Jagdgenossenschaft Waibling
- BJB Parnkofen
- Haus- und Grundbesitzerverein Parnkofen-Wirnsing e.V.
- Kirchenverwaltung Parnkofen
- Dorfgemeinschaft Peigen

