Das neue in den Umlauf gelangende Metall Bronze besteht aus etwa 88 % Kupfer und 12 % Zinn. Das Kupfer wurde, wie erwähnt, bereits zu Ende der Jungsteinzeit in den Revieren am Mitterberg bei Bischofshofen im Salzachtal und bei Schwarz in Tirol zum Teil schon untertage abgebaut. Das Zinn kam wohl überwiegend aus Thüringen und England.
Explizit ins Bewusstsein zu rufen an dieser Stelle sei also die Handelsbeziehungen, die damals bereits bestanden, aber auch die Innovation, Gestein in Metall umwandeln zu können!
Während der Bronzezeit bestimmte natürlich weiterhin die Landwirtschaft das tägliche Leben in unserem Raum. Wie in den vorhergehenden Epochen wurden Rind, Schaf, Ziege, Schwein und Hund als Haustiere gehalten. Neu hinzukamen zu Beginn der Bronzezeit das Pferd und zum Ende der Epoche das Hausgeflügel. Neben Emmer, Einkorn und Gerste wurde nun auch Dinkel, Hirse, Ackerbohnen und Linse angebaut. Zum Fällen von Bäumen und zur Holzbearbeitung wurden jetzt statt Steinbeil und Silexwerkzeugen Beile aus Bronze verwende, das Getreide mähte man nun mit Sicheln aus Bronze.
Auf den 1000 bis 2000 qm großen Ackerflächen wurde nun mit Ochsen- oder Rindergespannen gepflügt. Die etwa 10 – 15 Meter langen Häuser waren zwei oder dreischiffige Pfostenbauten aus Holz mit Stroh oder Schilfdächern. Die Jagd hatte nicht mehr die Bedeutung wie früher. Die Haustiere schienen nun für ausreichende Fleischlieferung zu sorgen.
(Kreisarchäologie: Plan mit Spuren des Lebens der Hügelgräber-Bronzezeit)
Weiterführend Heimatjahrbuch Nr. 17 S. 144 f., Nr. 15 S. 137, Nr. 6 S. 85 ff.