Ein neuer Werkstoff – Eisen – bestimmt die Kulturentwicklung ab dem 8. vorchristlichen Jahrhundert in Mitteleuropa. Nach einem Fundort im oberösterreichischen Salzkammergut wurde diese neue Zivilisation „Hallstattkultur“ benannt. Sie unterscheidet sich stark von den vorhergehenden bronzezeitlichen Kulturen, was die Handels- und Wirtschaftsstrukturen, die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und die religiösen Vorstellungen anbelangt. Das „weiße Gold“, Salz, abgebaut in den Alpen bei Hallstatt und später Hallein, wurde zur Konservierung gerade von Fleisch in ganz Europa benötigt; denn allmählich wurde das Klima feuchter und kühler. Zudem hatte man nun die Kenntnis zur Ausbeutung und Verarbeitung von Eisenerz, umgeschmolzen zu Eisen. Salz und Eisen bescherten den Produzenten Reichtum. Nach dem recht einheitlichen Grabritus der Totenverbrennung und der Urnenbestattung wurden die Toten in der Hallstattzeit wieder unter Erdhügeln bestattet, wie dies bereits in der Bronzezeit üblich war.

(Kreisarchäologie: Plan mit Spuren des Lebens der Hallstattzeit)

Weiterführend Heimatjahrbuch Nr. 19 S. 137 ff.