Die steigende Bedeutung des Metalls als Werkstoff und Zahlungsmittel beflügelt die Entwicklung eines Handelsnetzes vom heutigen England bis Ägypten. Wie Zinn und Kupfer werden beispielsweise auch Bernstein und Menschen verhandelt. Neben der Landwirtschaft nehmen Bergbau und die Kontrolle über Rohstoffe und Handelsrouten immer größeren Stellenwert ein.
Eliten, die sich bereits seit der Kupferzeit herausbilden, kontrollieren nun die Gesellschaft. Sie errichten befestigte Siedlungen auf Anhöhen, mit denen sie ihre wirtschaftliche Macht sichern und weithin sichtbar darstellen. Sie lassen sich in großen Grabhügeln mit reichen Beigaben bestatten.
Das seit Beginn der Bronzezeit als neues Haustier hinzugekommene Pferd gehört wie Streitwagen, Waffen und Rüstungen aus Metall zu den Statussymbolen einer neu entstandenen Kriegerelite. Bekannte griechische Heldenepen, wie der Kampf im Troja, spielen in dieser Epoche. Mehrere Schlachtfelder, eines davon hier im Landkreis, zeugen von der kriegerischen Seite der Bronzezeit.