Als erste Menschen durchstreifen die Jäger und Sammler der Alt- und Mittelsteinzeit das Land, hinterlassen jedoch keine Spuren. Die Besiedlung auf dem Gemeindegebiet von Pilsting beginnt etwa 5300 v. Chr., in der Jungsteinzeit.

Die einwandernden ersten Bauern bringen Sesshaftigkeit, Ackerbau und Viehzucht mit. Sie werden heute nach ihren Gefäßverzierungen „linienbandkeramische Kultur“ genannt. Wir wissen weder, wie sich diese Menschen selbst nennen, noch kennen wir Namen oder Sprachen, denn in dieser Zeit gibt es noch keine Schrift.

Die Siedler errichten bis zu 30 m lange Häuser und leben in Weilern und Dörfern. Sie betreiben auf den fruchtbaren niederbayerischen Lössböden Feldbau mit Holzhacken und Muskelkraft. Die Nutztierherden – Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen – lichten durch Beweidung die Lindenurwälder unserer Region. Rund um die Siedlungen entstehen parkähnliche, offene Landschaften. Gleichzeitig bleibt die Jagd eine wichtige Ergänzung für den Speiseplan.

Die neue Gesellschaft gedeiht trotz schwerer Arbeit und Zivilisationskrankheiten wie Karies, Arthrose und Seuchen. Produzierende Wirtschaftsweise und Vorratshaltung sichern den Lebensunterhalt und ermöglichen die Versorgung von mehr und mehr Menschen: die Bevölkerungszahl explodiert. Landnutzung und Ressourcenverbrauch beginnen Einflüsse auf die Umwelt zu nehmen.