EinwohnerHistorische EckdatenErste urkundliche ErwähnungHistorisch bedeutsame GebäudeBesonderheitenKirchenLegendenVereine

Einwohner und Ortsteile

Großköllnbach liegt direkt am Köllnbach etwa zwei Kilometer westlich von Pilsting und hat aktuell 969 Einwohner (Stand: November 2021), es umfasst neben Großköllnbach noch die den Gemeindeteil Leonsberg.

Vor der Eingliederung in die Gemeinde Pilsting umfasste Großköllnbach noch weitaus größere Teile als in der heutigen Zeit.

 

Erste urkundliche Erwähnung

Die erste urkundliche Erwähnung Großköllnbachs unter dem Namen „Cholinpah“ findet sich im Besitzurkunden des Klosters Niederaltaich und entstand um das Jahr 790.

Manche Angaben könnten sich allerdings auch auf den Ort Oberköllnbach im Landkreis Landshut beziehen.

Ab dem 12. Jahrhundert erscheinen in Prüfeninger Urkunden ein Eschwin des Colnbach und ein Hoholt de Cholnbach als Zeugen.
Neben den Köllnbachern war in Großköllnbach noch ein zweites Adelsgeschlecht ansässig, die Hoholtinger, die sich in Urkunden vom 12. bis ins 17. Jahrhundert nachweisen lassen.

Besonderheiten

Brauerei Egerer

Im Jahre 1919 wurde von Willhelm Egerer der Getränkebetrieb in Großköllnbach gegründet, 1931 kaufte dessen Sohn, Heinrich Egerer, zudem das Braurecht der ehemaligen Will`schen Brauerei aus dem Nachbarort Landau. In Großköllnbach wurde erstmals Egerer Bier gebraut.

Noch heute besteht diese Brauerei samt Getränkemarkt und ist nach wie vor in Familienbesitz.

Hopfen- und Obstanbau

Bis in die sechziger Jahre betrieb die Gutsbrauerei Weinzierl in der Hiterlohe am Etzenhausener Berg einen eigenen Hopfengarten.

Heute gibt es zwar keinen Hopfengarten mehr, allerdings befindet sich dort nun eine große Obstplantage sowie ein Heidelbeerfeld und eine Christbaumplantage im Besitz der Familie Haller.

Historisch bedeutsame Gebäude

Amtshaus

Im Jahre 1783 wurde in Leonsberg ein Amtshaus als Sitz des Landgerichtes Leonsberg erbaut. Dieses wurde am 11. August 1803 zwischen den Landgerichten Straubing und Landau aufgeteilt.

Das Anwesen wurde von der Besitzerin Marlene Lex in den Jahren 2011-2018 renoviert und bekam dafür die Bayerische Denkmalschutzmedaille verliehen.

Kloster
Im Jahre 1920 kamen Dillinger Franziskanerschwestern nach Großköllnbach und unterhielten in diesem Gebäude in der Klostergasse eine „Kinderbewahranstalt“, eine ambulante Krankenpflege und eine Handarbeitsschule. Nach Auflösung des Kosters und Verabschiedung der letzten Schwestern 1983 wurde das Haus 1984 abgerissen.

Historische Eckdaten / Persönlichkeiten

Seit dem frühen 12. Jahrhundert bis zum Jahre 1480 waren die Herren von Köllnbach (oder Kölnbeck) in Niederbayern ansässig.

Vom 14. bis zum 16. Jahrhundert waren es dann die Hoholtinger, welche im Großköllnbach ansässig war, aus den Farben der Wappen dieser Adelsfamilie entwickelte sich dann auch das Gemeindewappen der Gemeinde Großköllnbach.

Dieses Gemeindewappen wurde im Jahr 1818 erlassen und somit begann auch die Zeit der Gemeinde Großköllnbach, diese endetet 1978 mit der Eingliederung in die Gemeinde Pilsting.

In den Jahren 1945 bis 1978 konnte die Gemeinde Großköllnbach drei Bürgermeister verzeichnen:

Hans Fraunhofer
1945-1946
Alois Maier
1946-1960
Rupert Ruhstorfer
1960-1978

Kirchen

Pfarrkirche St. Georg

Die Pfarrkirche St. Georg wurde in Jahre 1868 unter Benefiziat Dendl im neuromantischen Stil erbaut als die vorherige Kirche zu klein wurde.
In den siebziger und neunziger Jahren wurde sie zudem mehrfach renoviert und mit einem Hochaltar ausgestattet.

Friedhof
Der Friedhof in Großköllnbach befindet am Ortsrand, das liegt daran, dass der alte Friedhof, welcher sich nördlich der Kirche befand, zu klein war und letztendlich aufgelöst wurde.
Am 24. Oktober 1965 weihte Pfarrer Josef Klankermayer dann einen neuen Friedhof am Ortsrand von Großköllnbach ein, dieser besteht auch heute noch und wird weiterhin genutzt.
Schlosskapelle Leonsberg

Die Schlosskapelle in Leonsberg wurde im spätgotischen Bau in den Jahren 1535736 mit einem Kreuzrippengewölbe errichtet und im Jahre 1996 von den Dorfbewohnern renoviert.

Legenden

Das schöne Mädchen von Leonsberg

Vor uralten Zeiten brachte ein Ritter von Leonsberg aus dem Kriege ein gar schönes Mädchen mit. Er nahm es zu sich auf sein Schloss und hielt es sich als seine Gemahlin. Als dieses dann ein Kind gebar, wurde er dessen plötzlich überdrüssig und ließ Mutter und Kind durch seine Hunde aus der Burg jagen. Vergebens war alles Jammern und Wehklagen der Armen. Sie setzte sich mit dem Kind an den Weg und sprach die Vorübergehenden um ein Almosen an. Darüber und dass seine Schandtat ruchbar wurde, geriet der Ritter in schrecklichen Zorn. Er ließ die Unglückliche von seinen Knechten ergreifen und, da sie sich von dem Kind nicht trennen mochte, diese samt dem Kind in einen dunklen Winkel des Schlosses lebendig einmauern.

In mondhellen Nächten soll man sie noch oft auf dem verfallenen Gemäuer sitzen sehen, ihr Kind in den Armen wiegend. Lange flattert ihr Haar im Nachtwind, und mit ihren traurigen Augen blickt sie starr den Vorübergehenden an, der zugleich entsetzt davonrennt.

Vereine

Der Ortsteil Großköllnbach verfügt insgesamt über 26 Vereine:

  • Billard-Club-Großköllnbach
  • CSU-Ortsverband Großköllnbach
  • EC Großköllnbach
  • Formel-1-Stammtisch
  • Freiwillige Feuerwehr Großköllnbach
  • Grokj-Kicker
  • Hubertusschützengesellschaft
  • Jagdgenossenschaft Großköllnbach
  • JU Großköllnbach
  • Johanniter-Unfall-Hilfe OV Großköllnbach
  • Katholische Landjugend Großköllnbach
  • Kath. Frauenbund Großköllnbach
  • Kath. Männerverein Großköllnbach
  • Kleingartenverein Großköllnbach
  • Krieger- und Soldatenkameradschaft Großköllnbach
  • Landfrauen Großköllnbach
  • Musikverein Großköllnbach
  • Pferdefreunde Großköllnbach e.V.
  • Reservistenkameradschaft Großköllnbach
  • Schäferhundeverein Großköllnbach
  • SPD-Ortsverein Großköllnbach
  • Sportkegel-Club Großköllnbach
  • Sportverein Großköllnbach 1928 e.V.
  • Tauchsportclub Großköllnbach e.V.
  • VDK-Ortsverband Großköllnbach
  • Verein für Gartenbau und Landschaftspflege Großköllnbach