Die Glockenbecher- und Schnurkeramikkulturen bestanden nebeneinander, schlossen sich jedoch räumlich aus. Die Schnurkeramiker verzierten ihre Tongefäße mit Schnureindrücken. Man geht davon aus, dass sie als Einwanderer aus dem Norden und Nordosten zu uns kamen, mit Pferden, Ochsen und Wägen, die Männer bewaffnet mit prächtigen Streitäxten aus Stein oder Kupfer, die Frauen verschönert mit auffallendem Bernstein- und Knochenschmuck. Wie in den Epochen davor ernährten sich die Menschen von Ackerbau und Viehzucht sowie der Jagd. Deren Heilkunst bezeugen mehrere erfolgreiche Schädeloperationen aus jener Zeit. Ihre Handwerker waren wahre Meister in der Herstellung von Geräten aus Fels- oder Feuerstein.
(Kreisarchäologie: Plan mit Spuren des Lebens der Schnurkeramiker)
Weiterführend Heimatjahrbuch Nr. 15 S. 135 f.