Der Begriff geht auf die Ortschaft Münchshöfen bei Großenpinning zurück. Die Anzahl der Siedlungsplätze vermehren sich im Vergleich zur Gruppe Oberlauterbach enorm. Doch bleiben die bebauten Flächen viel kleiner als früher. Auch die Größe der Häuser scheint stark reduziert zu sein. Die Bauern bauten Einkorn, Emmer und Dinkel an, auf den Weiden liefen Rinder und Schweine, Schafen und Ziegen umher, die sicher auch in den angrenzenden Eichen- und Buchenwäldern ihre Nahrung suchen durften, bewacht von Hunden. Weiter deckten die Menschen ihre Nahrung durch die Jagd. Eigentlich war das alltägliche Leben wie früher.

Die Änderung zeichnet sich durch eine ganz andere Keramik aus – eine andere Form, andere Verzierungen, eine bisher nicht gekannte Vollkommenheit der Gefäße. Die Spuren für diese Veränderung gehen weit nach Südosten zurück – in das Gebiet zwischen Wien und Budapest, zwischen Brünn und Mähren und weit südlich des Plattensees, bis nach Lengyel. Unter dem Einfluss deren neuen Kultur hört das kulturelle Erscheinungsbild der Oberlauterbacher Gruppe zu existieren auf.

(Kreisarchäologie: Plan mit Spuren des Lebens der Münchshöfener Gruppe)

Weiterführend: Heimatjahrbuch Nr. 11 S. 125