Der älteste Abschnitt der Jungsteinzeit wird wegen der Linienverzierung auf den Gefäßen jener Zeit Linearbandkeramik bezeichnet. Er dauerte etwa 1000 Jahre lang von 5000 bis 4000 v. Chr. Siedlungsstreifen waren insbesondere der Höhenrücken von Trieching, Mögling, Parnkofen, Würglberg, Großköllnbach, Leonsberg, Töding, sowie entlang der Hangkante Töding-Großköllnbach-Pilstisng-Gnacker.

Die Menschen der Linearbandkeramik kamen aus dem Osten, vielleicht aus Ungarn oder der Türkei. Zunächst im Gebiet von Euphrat und Tigris hatten vor 12000 Jahren Wildbeuter begonnen, feste Siedlungen anzulegen, Pflanzen zu kultivieren und Tiere zu halten, indem Rind, Schaf, Ziege und Schwein erstmals domestiziert wurden. Vom Euphrat über den Balkan kamen die Menschen die Donau und Isar entlang, die Flüsse als Wegweiser. Denn ihre Dörfer hatten maximal drei bis vier Generationen Bestand, also höchstens 150 – 200 Jahre. Nach dieser Zeit waren die riesigen Rodungsflächen durch Erosion und das Fehlen von Dünger so ausgelaugt, die Wälder und Gewässer so leergejagd und -gefischt, so dass die Bewohner gezwungen waren, sich wieder neue Siedlungsflächen zu suchen. Denn es dauerte etwa 500 Jahre, bis diese ehemaligen Äcker wiederum zum erneuten Roden und Anbauer taugten.

Mensch und Tier wohnten unter einem Dach – in Häusern von 15 bis 30 Metern Länge, 6 bis 8 Meter breit und mit einer Firsthöhe von 4 bis 5 Metern. Und die Körperbestattungen der Toten zeigten, dass die Menschen an ein Weiterleben nach dem Tode glaubten.

(Kreisarchäologie: Plan mit Spuren linerabandzeitlichen Lebens)

Weiterführend:
Steinzeitmuseum Kastenhof Landau a.d.Isar mit Link Steinzeitmuseum (steinzeit-museum.de)
Heimatjahrbuch Nr. 1 S. 101 ff,Nr. 9 S. 100 ff.